Lerntherapeutische Methoden

Neben der direkten Arbeit am Symptom (Lesen, Schreiben, Rechnen) kombiniere ich verschiedene therapeutische Methoden, die ich kindgerecht vermittle. So können vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten freigesetzt werden, die zur Stärkung des Selbstvertrauens des Kindes / des Jugendlichen beitragen.

Lesen - Schreiben - Rechnen

Die Methoden, die ich in der Förderung von Lesen, Schreiben und Rechnen anwende, beruhen auf den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen der pädagogisch-psychologischen Forschung.

Als Praxis für integrative Lerntherapie orientiere ich mich dabei an den Richtlinien und Qualitätsstandards des Fachverbandes für integrative Lerntherapie FiL e.V.

In der individuellen Einzelförderung setze ich an den Symptomen der Lese-, Rechtschreib- oder Rechenstörung am jeweiligen Entwicklungsschritt des Kindes an, berücksichtige dabei aber gleichzeitig das Kind in seiner psychischen Entwicklung.

Eine Lesestörung fällt zum Beispiel dadurch auf, dass das Kind:

  • sehr langsam / buchstabierend liest
  • fehlerhaft liest, indem es ähnliche Buchstaben vertauscht, die Reihenfolge verdreht, Buchstaben auslässt oder hinzufügt
  • den Sinn des Gelesenen nicht erfasst
  • Wörter errät
  • große Unlust zeigt bzw. das Lesen komplett verweigert

 

Eine Rechtschreibstörung / Legasthenie kann sich zum Beispiel äußern durch:

  • das Auslassen oder Hinzufügen von Buchstaben
  • Verwechslungen ähnlicher Zeichen oder Laute
  • erschwertes oder kein Abspeichern von Wortbildern
  • fehlende Einsicht in die Regeln und Struktur der Schriftsprache
  • keine Motivation, den eigenen Text zu korrigieren

 

Kinder mit einer Rechenstörung / Dyskalkulie fallen z.B. häufig dadurch auf, dass sie:

  • keine Verbindung zwischen Zahlen und Mengen erkennen können
  • Schwierigkeiten beim Zählen haben
  • beim Addieren und Subtrahieren nur zählend zu Lösungen kommen
  • die Stellenwerte häufig vertauschen
  • die Rechenzeichen verwechseln
  • Schwierigkeiten beim Lösen von Sachtexten haben
  • sich beim Malnehmen und Teilen die Lösungen nicht merken können
  • im Umgang mit Maßen, Gewichten, Zeiten usw. wenig Vorstellungsvermögen besitzen

 

 

Therapeutische 'Specials'

Hypnotherapeutische Methoden für Kinder und Jugendliche

(nach Milton Erickson)

Hierbei werden bewährte therapeutische Verfahren mit Tranceanteilen verbunden, wodurch die Aufmerksamkeit von außen nach innen gelenkt wird. Der Wechsel vom 'normalen Wachzustand' zum Trancezustand und umgekehrt ist ein natürlicher Vorgang, der besonders Kindern und Jugendlichen aufgrund ihrer ausgeprägten Vorstellungskraft meist gut gelingt.

Beim Erzählen einer Geschichte, beim Malen von Problem-, Ziel- und Wegbildern oder beim Rollenspiel mit Handpuppen werden die Stärken und Fähigkeiten des Kindes / Jugendlichen mobilisiert, man tritt mit allen seinen positiven Möglichkeiten, Kräften und Erfahrungen in Verbindung, die man braucht, um die Bewältigung der Probleme in Angriff zu nehmen.
Hierdurch wird die Stärkung des Selbstvertrauens effektiv unterstützt, Blockaden, Schul- und Versagensängste können aufgelöst werden.

Zaubern

(nach Annalisa Neumeyer)

Beim Erlernen von Zauberkunststücken - begleitet von hypnotherapeutischen Lösungsgeschichten - werden viele Bereiche gestärkt, die auch für das Lernen wichtig sind.

Konzentriert und ausdauernd tauchen die Kinder in die Welt der Magie ein und zeigen dabei eine hohe Anstrengungsereitschaft. Nebenbei werden u.a. Handlungsplanung, Merkfähigkeit, Feinmotorik und Durchhalbevermögen trainiert. Aber auch Motivation, Sozialkompetenz, Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl werden gestärkt.

Das Kind steht beim Zaubern positiv im Mittelpunkt. So entwickelt sich in magischer Atmosphäre der Zauberlehrling vom Problemkind zum Zauberkind.

PEP Prozess- und embodimentfokussierte Psychologie

(nach Dr. Michael Bohne)

Das 'Klopfen' ist eine körperorientierte Technik, die auf die Energetische Psychologie zurückgeht. Diese ausgesprochen wirksame und nützliche Selbsthilfe-Methode ist gerade für Kinder und Jugendliche leicht zu erlernen und hilft ihnen bei Ängsten, Stress, Leistungsdruck, Ärger, Hilflosigkeit, Selbstwert-Problemen oder anderen einschränkenden Gefühlen.

Während ich das Kind/den Jugendlichen/den Erwachsenen darin begleite, unangenehme Gefühle oder Ängste zu erinnern, beklopfen wir bestimmte Akupunkturpunkte. Dabei sprechen wir einfache Sätze aus, die die Selbstakzeptanz verbessern. So können Blockaden und belastende Gefühle gut aufgelöst werden, sodass sich das Kind / der Jugendliche in einen Zustand von Leichtigkeit und größerer Lösungskompetenz bringt.

Das 'Haus des Wissens'

(nach Dr. Sabine Fruth)

Diese Lernstrategie für Lernende jeden Alters ist gut geeignet, um Wissen strukturiert abzuspeichern und optimal wiederzugeben. Dabei begleite ich das Kind / den Jugendlichen, gedanklich sein persönliches 'Haus des Wissens' zu finden und zu gestalten. Verschiedenen Räumen werden die unterschiedlichen Schulfächer zugeordnet und z.B. mit einer bestimmten Farbe, einem Arbeitsplatz, einem Sortiersystem und einer Helferfigur verankert.

Beim Lernen in der Schule, bei den Hausaufgaben oder zur Vorbereitung einer Prüfung geht der Schüler dann in seiner Vorstellung in den jeweiligen Raum und speichert dort sein Wissen ab. Später, wenn es wichtig ist, geht er imaginär in den jeweiligen Raum, um von dort aus das Wissen wieder abzurufen.
Durch das Speichern, Aufräumen, Sortieren und Verknüpfen wird das Lernen leichter, Blockaden können gelöst, Blackouts und Ängste können abgebaut werden.

NLP - Neuro-Linguistisches Programmieren

'Neuro' besagt, dass  unser Verhalten im Gehirn durch neuronale Verknüpfungen repräsentiert wird.

'Linguistisch'  weist auf die Bedeutung der Sprache, die die Art unseres Denkens widerspiegelt, hin. Wörter, die wir gespeichert haben, sind auch an körperliche Erinnerungen gekoppelt.

'Programmieren' bedeutet, dass  jeder die Möglichkeit hat, unbewusstes Verhalten oder festgefahrene Glaubenssätze zu erkennen und positiv für sich zu verändern.

Mithilfe verschiedener Formate treten wir in Kontakt mit unseren Fähigkeiten und positiven Erfahrungen und kommen hierdurch in unserer Entwicklung voran. So werden wir flexibler, finden Alternativen für verschiedene Verhaltensweisen und können erfolgreiche Strategien entwickeln.

wingwave®-Coaching

(nach Cora Besser-Siegmund / Harry Siegmund)

Diese lösungsorientierte Coaching-Methode ist gut geeignet, um unangenehme, belastende Erlebnisse und Blockaden schnell und sicher zu lösen. Während das Kind an ein bestimmtes Thema denkt, werden durch Winkbewegungen vor dessen Augen schnelle Links-Rechts-Augenbewegungen hervorgerufen - ähnlich der REM-Phasen im Schlaf. Alternativ kann auch bei geschlossenen Augen wechselseitig der obere Rücken geklopft werden.

Dabei durchläuft das Kind innerhalb kurzer Zeit die belastende Situation mit den damit verbundenen Gefühlen, bis es Erleichterung verspürt. Die beiden Gehirnhälften können wieder optimal zusammenarbeiten, negative Gefühle und Erinnerungen können verarbeitet und Blockaden gelöst werden. Das führt zur Stärkung und Stabilisierung der eigenen Persönlichkeit, zur Stärkung des Selbstbewusstseins und zu mehr Ausgeglichenheit.